Lassen Sie „Ich muss…“ hinter sich

Manche Menschen empfinden ihr Leben wie ein Lamm, dass man zur Schlachtbank führt. Sie fühlen sich unter Druck, als Opfer und belastet, von all den Dingen, die sie glauben, in ihrem Alltag tun zu müssen. Oftmals hört man von ihnen „Ich muss…“
Aus der Perspektive der Buddhistischen Psychotherapie kann schon eine kleine Veränderung Sie auf Dauer von dieser Last befreien.

 

Sind Sie ein Opferlamm?


Ich muss Psychologische Beratung online buddhistische PsychotherapieHaben Sie das Gefühl, dass Sie die Dinge des Alltags noch erledigen müssen? Merken Sie, wie bei diesen Worten Ihr Körper in sich zusammensackt, der Kopf und die Schultern eine Etage tiefer sinken und sich alles nur noch wie eine Last anfühlt? Gibt Ihnen das nicht auch das Gefühl, als hätten Sie gar keinen Mitbestimmungsrecht über Ihr Schicksal und Ihr Leben?

Freiwillig würden Sie diese ganzen Aufgaben ja nie machen, aber Sie müssen ja? Begleitet von einem Seufzer der Resignation machen Sie sich also an die Arbeit, aber Freude empfinden Sie bei der ganzen Sache nicht…

 

Opfer Ihrer Wortwahl


Unsere tägliche Wortwahl hat einen unglaublichen Einfluss darauf, wie wir die Welt sehen. Unsere Worte erfolgen eben nicht immer zufällig sondern spiegeln unsere inneren Abläufe wider und sind somit, wenn Sie so wollen, der Spiegel Ihrer Seele. Unser Innenleben bestimmt unsere Wortwahl, aber diese Beziehung ist wechselseitig und nicht einseitig. Auch unsere Worte haben einen Einfluss auf unser Innenleben. Im Falle des „Ich muss…“ folgt ein Gefühl des Ausgeliefertseins, das Gefühl keine Kontrolle und Entscheidungsgewalt über das eigene Leben zu haben und folglich die Idee ein Opfer zu sein. Unsere Worte haben also einen entscheidenen Einfluss auf unsere Gefühle. Dies ist eine enorm wichtige Information, auch wenn es um Selbstfürsorge geht.

 

„Ich muss…“ und Buddhistische Psychotherapie


In der Buddhistischen Psychotherapie verfolgen wir einen holistischen Ansatz. Wir betrachten Körper, Geist und Emotionen als Einheiten, dessen Komponenten sich gegenseitig beeinflussen. Wir kümmern uns nicht ausschließlich um die Gedanken oder Emotionen des Klienten. Wir betrachten Körper, Gedanken und Emotionen.

Ein Leitsatz der Buddhistischen Psychotherapie lautet „Geisteshaltung = Körperhaltung und Körperhaltung = Geisteshaltung.“ Unsere Geisteshaltung bestimmt unsere Körperhaltung. Im Falle des „Ich muss…“ können wir die Last, die wir uns auf den Rücken legen regelrecht spüren. „Ich muss…“ Wie unangenehm, wie bedrückend, wie schwer…  Deshalb hängt unser Kopf bei einem „Ich muss…“, der Rücken sinkt unter der Last ein und der Blick ist opfergleich auf den Boden gerichtet. Sie hat wiederum eine negative Rückwirkung auf den Geist. Persönlichkeitsanteile wie der Innere Kritiker können sich dann austoben, indem Sie Ihnen Ihre Faulheit, Ihre fehlende Motivation oder Ihren Erschöpfung auch noch vorhalten.

Denn unsere Körpersprache beeinflusst die Haltung unseres Geistes. Wenn ich mich mit opfergleicher Körperhaltung an meine Aufgabe mache, kann meine Geisteshaltung unmöglich positiv sein. Denn schließlich liefert mein Körper mir ganz genaue Hinweise inwiefern ich die Situation mit meinem Verstand zu interpretieren habe.

Wir dürfen also nicht vergessen auch unseren Körper zu betrachten. Täglich eine aufrechte Körperhaltung zu üben wirkt sich auf unser geistiges Wohlbefinden aus. Und wählen wir Gedanken und Worte, die uns motivieren, die uns unsere Selbstwirksamkeit erkennen lassen und uns stärken, richtet sich unser Körper unbewusst auf.

 

„Ich möchte…“


Ja, das Leben ist manchmal nicht so einfach und brummt uns Aufgaben auf, die nicht angenehm sind. Aber sind wir dem Leben wirklich ausgeliefert? Müssen Sie wirklich?

Nehmen wir die Aussage „Ich muss arbeiten gehen.“ Wenn wir ganz objektiv auf die Sache schauen, müssen Sie nicht zur Arbeit gehen. Sie werden feststellen, dass Sie nicht müssen, sondern Sie möchten es. Sie möchten Geld zur Verfügung haben um in einer schönen Wohnung zu leben, um sich gutes Essen kaufen zu können, um Ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen. Und Sie möchten eben nicht die negativen Konsequenzen wie Wohnungslosigkeit, Armut oder Arbeitslosigkeit erleben.

Letztendlich müssen Sie gar nichts. Sie müssen weder zur Arbeit, noch müssen Sie zum 85. Geburtstag der Großtante, noch müssen Sie die Wäsche erledigen. Sie möchten es. Sie tun all das, weil Sie es möchten. Sie möchten Geld verdienen und Ihren Lebensstandard erhalten, Sie möchten die Großtante mit Ihrer Anwesenheit erfreuen und Sie möchten saubere und wohlriechende Kleidung tragen.

Sie müssten es nicht. Aber Sie möchten eben auch nicht die negativen Konsequenzen tragen, die aus Nichtstun resultieren. Sie möchten keine Armut, Sie möchten keinen Streit mit der Großtante und Sie möchten sich nicht unwohl in Ihrer Kleidung fühlen.

Positiv ausgedrückt: Wenn Sie sich zu Ihrer Selbstbestimmtheit bekennen, indem Sie das bisherige „Ich muss“ durch eine neutrale Formulierungen wie „Ich möchte“ ersetzen, laden Sie sich keine unnötige Last mehr auf, die Sie im Geist, in Ihren Gefühlen und Ihrem Körper spüren. Durch diese minimale Veränderung in Ihrer Sprache spüren Sie mehr Leichtigkeit im Leben, mehr Sinn in Ihren Handlungen und kommen dem Glück in Ihrem Leben einen bedeutenden Schritt näher.

 

 

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