Seien Sie Ihr bester Freund

Viele Menschen, die in meine Beratung kommen, fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut und verfügen über kein Selbstmitgefühl. Sie haben über Jahre ihren inneren Kritiker gefüttert und wachsen lassen. Der liebevollen Begleiter, der verständnisvoll auf ihre Fehler und Unsicherheiten reagiert, sie motiviert und sie ermutigt weiter dem eigenen Weg zu folgen, ist nicht da oder spricht nur ganz leise und selten zu ihnen. Was also tun? Wie wäre es, wenn wir uns selbst wie unseren besten Freund behandeln würden?

Seien Sie Ihr bester Freund

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und beantworten Sie die folgenden Fragen.

Selbstmitgefühl Frage Nr. 1

Denken Sie an eine Situation in der Ihr bester Freund sich in seiner Haut schlecht fühlte, mit seinen angeblichen Unzulänglichkeiten unzufrieden war oder in einer anderen Art und Weise nicht mit sich selbst im Reinen war.
Wie würden Sie auf die Gefühle Ihres Freundes reagieren? Schreiben Sie auf, was Sie normalerweise tun würden, was Sie sagen würden und notieren Sie in welchem Ton Sie mit Ihrem Freund sprechen würden.

Selbstmitgefühl Frage Nr. 2

Nun denken Sie an einer Situation in der Sie sich wegen Ihrer Person schlecht gefühlt haben, unzufrieden in Ihrer Haut waren oder angebliche Mängel Sie haben leiden lassen.
Wie reagieren Sie normalerweise auf diese Situationen? Wie sprechen Sie mit sich selbst? Schreiben Sie auf, was Sie normalerweise tun, sagen und in welchem Ton Sie mit sich sprechen.

Selbstmitgefühl Frage Nr. 3

Ist Ihnen ein Unterschied aufgefallen? Sprechen Sie mit Ihrem besten Freund anders als mit sich selbst? Warum ist das so? Welche Faktoren oder Ängste sorgen dafür, dass Sie mit sich selbst anders sprechen als mit Ihrem besten Freund?

Selbstmitgefühl Frage Nr. 4

Was würde sich ändern, wenn Sie beginnen würden, sich selbst so zu behandeln, wie Sie normalerweise Ihren besten Freund behandeln? Schreiben Sie alles auf, von dem Sie glauben, es würde anders werden.
Würde Ihre Selbstliebe wachsen? Wären Sie verständnisvoller? Wären Sie glücklicher? Wären Sie ausgeglichener? Wie würde Ihre Umwelt reagieren?

Möglicherweise können Sie sich auf ein Experiment einlassen. Probieren Sie doch einmal sich für eine Woche wie Ihren besten Freund zu behandeln und schauen Sie, was sich verändert!

 

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